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Der Kuhstall - Felsentor auf dem Neuen Wildenstein in der Sächsischen Schweiz

kuhstall

Kuhstall, Himmelsleiter, Schneiderloch im Kirnitzschtal

Der Kuhstall auf dem Neuen Wildenstein gehört, neben dem Lichtenhainer Wasserfall, zu den bekanntesten und  meistbesuchten Sehenswürdigkeiten im Kirnitzschtal in der hinteren Sächsischen Schweiz. Das Felsentor auf dem 309 m hohen Neuen Wildenstein, das als "Kuhstall" diesem Ort seinen Namen gab, ist das zweitgrößte Felsentor der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Größer ist nur noch das Prebischtor auf der tschechischen Seite. Doch nicht nur das Felsentor ist sehenswert. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten des Neuen Wildenstein gehören zum Beispiel die Himmelsleiter und das Schneiderloch sowie die Reste der Felsenburg Wildenstein. Daneben ist das Wildersteinmassiv auch bei Bergsteigern beliebt wegen seiner Kletterfelsen. Das Gasthaus "Am Kuhstall" sorgt für das leibliche Wohl der Besucher des Kuhstalls, die hier in der Gaststätte oder dem Biergarten essen und trinken können. Informationstafeln vor dem Felsentor bieten interessante Fakten zum Neuen Wildenstein, zur Geschichte und der ehemals hier existent gewesenen Burg Wildenstein.

Das Felsentor Kuhstall im Elbsandsteingebirge

Die Dimensionen des Felsentores im Sandstein des Wildensteins sind schon recht imposant, es ist 11 m hoch, 17 m breit und besitzt eine Tiefe von 24 m. Damit ist es größer als das Felsentor auf dem nahen Kleinstein (Kleinsteinhöhle), kleiner jedoch als das Prebischtor in der Böhmischen Schweiz. Die Wände zieren viele alte aufgemalte oder eingeritzte Inschriften, die zum Teil schon aus der Zeit früher touristischer Erschließung stammen. Den Boden des Felsentores bedecken Sandsteine und feiner Sand, Auswaschungen aus dem verwitternden Sandstein. Auf einem Sockel an der Südwestseite, geschützt vor Regen, findet Ihr ein paar Bänke zum Verschnaufen, ebenso zwei Holzbänke unweit des Durchgangs zur Himmelsleiter. Der Durchgang durch den Fels hin zur Himmelsleiter findet Ihr linkerhand der Aussichtsterrasse.

Kuhstall 1900

Alte Ansicht - Touristen am Kuhstall (um 1900)

Die Himmelsleiter auf dem Kuhstall

Wer über die sogenannte "Himmelsleiter" auf das Gipfelplateau über der Felsenhöhle nach oben steigt, den erwartet ein unvergessliches Erlebnis, denn der Aufstieg führt über eine ganze Menge Metallstufen durch eine Felsspalte. Nicht wenigen Wanderfreunden ist schon das Herz in die Hose gerutscht beim Anblick der nach oben führenden Stufen, die ihren Namen nicht von ungefähr tragen. Denn beim Blick hinauf hat man wirklich den Eindruck, die Stufen führen in den Himmel. Zuerst sieht man nur Stufen, nicht allzu breit aber stabil und solide gearbeitet. Bis schließlich das sprichwörtliche "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen ist, dem man langsam entgegen steigt.

Der Aufstieg ist nichts für Menschen mit Klaustrophobie (Platzangst), auch Trittsicherheit ist nötig. Wer sich nicht traut, den Aufstieg zu wagen, für den gibt es aber einen anderen Weg nach oben. Geht durch das Felsentor zurück zum Gasthaus und links an diesem vorbei in Richtung Schneiderloch. Von diesem Weg biegt linkerhand ein Weg zum Plateau ab, der bequem und gut zu laufen ist. Über diesen Weg gelangt man übrigens auch wieder vom Gipfel herunter, wenn man über die Himmelsleiter aufgestiegen ist ... .

Aussichtspunkte Kuhstall

Blickt man vom Weg neben dem Biergarten des Gasthauses aus durch das Felsentor, so kann man schon den ersten Aussichtspunkt sehen. Gesichert mit einem Metallgeländer, kann man von der Aussichtsterrasse aus weit in das Gebiet der hinteren Sächsischen Schweiz blicken.

Einen noch schöneren Ausblick bekommt man nach den Ersteigen der Himmelsleiter vom Gipfelplatteau. Ein schöner Panorama-Blick bei guter Fernsicht, bei dem man zum Beispiel Lichtenhain, den Weifbergturm bei Hinterhermsdorf oder den Winterstein (hinteres Raubschloss) sehen kann. Es ist also absolut kein Fehler, ein Fernglas in seinem Wanderrucksack mitzuführen ;).

Eine weitere schöne Aussicht hat man vom Weg am Schneiderloch und aus der "Schneiderloch" genannten Höhle heraus, die man ebenfalls noch besuchen sollte.

Burg Wildenstein

Der Neue Wildenstein spielte in der regionalen Geschichte eine wichtige Rolle. Das Gebiet der hinteren Sächsischen Schweiz gehörte bis zum Jahr 1451 zum Königreich Böhmen, wurde danach kursächsisch. Auf dem Neuen Wildenstein hatte das böhmische Adelsgeschlecht der Berka von Duba in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf der hier damals bestehenden Burganlage ihren Herrschaftssitz. Übrigens gehörten den Berken von der Duba unter anderem auch noch andere Burgen in der Sächsischen Schweiz, so zum Beispiel die Felsenburg Neurathen auf der Bastei, die Burg Hohnstein oder die Burg Schwarzberg (Goßdorfer Raubschloss).

Leider sind heute nur noch klägliche Rudimente dieser Burg zu finden, in Stein gehauene Treppen etwa oder Balkenpfalze. Wie die Burganlage auf dem Wildenstein einmal ausgesehen hat, das könnt Ihr als Grundriß an der Informationstafel vor dem Felsentor sehen.

Schneiderloch

Schneiderloch ist die Bezeichnung für einen Höhlendurchstieg. Zu diesem gelangt  Ihr über einen ausgeschilderten Weg, der links am Gasthaus vorbei führt. Wer vom Gipfelplateau herunter kommt, der stößt direkt auf diesen Weg und läuft nach links zum Schneiderloch. Vom Weg aus habt Ihr einen schönen Blick in die hintere Sächsische Schweiz. Zuerst kriecht man in den unteren Teil der Höhle und steigt links hinten über ein paar Metallklammern durch das eigentliche Schneiderloch hoch zum oberen Höhlenteil. Von hier aus eröffnet sich Euch, gesichert durch ein Metallgeländer, einen guter Blick in die hintere Sächsische Schweiz. Man hat das Gefühl, auf seinem Balkon zu sitzen und in die Natur zu schauen, sehenswert!

Das Loch im Fels ...

Eine weniger bekannte Stelle auf dem Neuen Wildenstein überrascht mit einem kuriosen Blick durch ein  Loch im Felsen. Abseits der viel begangenen Wege ist das "Felsenloch" nur sehr wenigen Besuchern bekannt. Wer vom Schneiderloch in Richtung Gaststätte läuft, der wird sicher den Weg rechterhand bemerken. Steigt die Treppen hinunter und kriecht am Geländer unter dem Felsüberhang um den Felsen herum. Wieder aufrecht stehend blickt zum Schneiderloch, dessen "Balkon" Ihr von hier aus gut sehen könnt. Ebenfalls reizvoll ist von hier die Aussicht in Richtung Affensteinen/Bloßstock und Schrammsteine ... . Jetzt müßt Ihr einige kleine Felsblöcke überwinden. An einigen Felsen kann man noch Treppenstufen erkennen, die zur alten Burganlage gehörten. Schließlich erreicht man, sich rechts haltend, am Ende der Schlucht einen Felsen mit einem nicht allzu großen Loch. Gerade groß genug allerdings, um hinein zu kriechen und die Aussicht aus diesem außergewöhnlichen "Aussichtspunkt" zu bewundern.

Gasthaus "Am Kuhstall"

Wandern macht hungrig und durstig. Deshalb eröffnete schon 1824 hier auf dem Kuhstall eine Gastwirtschaft, in denen die Kuhstall-Besucher essen und trinken konnten. Im Lauf der Zeit wurde das Gasthaus nicht nur einmal erweitert und umgebaut. Lange Jahre war das Gasthaus und der SB-Biergarten bekannt für preiswertes, einfaches Essen. Seit 2013 hat das Gasthaus "Am Kuhstall" einen neuen Betreiber (Marc und Uwe Henkenjohann - u.a. auch Betreiber der Ausflugsgaststätte "Altes Zeughaus" und des Berghotel & Restaurant Großer Winterberg).


GPS-Koordinaten:  N50°55.54167 E14°15.42667

Karte Kuhstall - Neuer Wildenstein


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Anreise mit dem PKW zum Lichtenhainer Wasserfall

Autobahn A 17 (Abfahrt Pirna) bis Pirna, hier auf der B 172 über Königstein nach Bad Schandau und von Bad Schandau aus in Richtung Hinterhermsdorf ins Kirnitzschtal bis zum Lichtenhainer Wasserfall fahren.

Autobahn A4 (Abfahrt Burkau)  über Bischofswerda - Neustadt in Sachsen - Sebnitz und Ottendorf ins Kirnitzschtal bis zum Lichtenhainer Wasserfall fahren.

Parken am Lichtenhainer Wasserfall

Für Gäste des Lichtenhainer Wasserfall stehen Parkplätze vor dem Haus zur Verfügung. Alternativ gibt es für Ausflügler auch die Möglichkeit, den kostenpflichtigen Wanderparkplatz Lichtenhainer Wasserfall zu nutzen.

Anreise mit der Bahn

Mit dem Zug nach Dresden, hier in die S-Bahn S1 umsteigen und bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren. Von hier aus kann man mit der Bahnhofs-Fähre über die Elbe setzen und dann mit der Kirnitzschtalbahn bis zum Lichtenhainer Wasserfall fahren. Es besteht auch die Möglichkeit, vom Nationalparkbahnhof Bad Schandau aus mit dem Bus zum Lichtenhainer Wasserfall zu fahren.

Mit dem Bus zum Lichtenhainer Wasserfall

Der Lichtenhainer Wasserfall ist auch mit dem Bus zu erreichen. Von Pirna bzw. Bad Schandau aus:

Bus-Linie 241: Pirna - Königstein - Bad Schandau - Lichtenhainer Wasserfall - (Hinterhermsdorf) Sonderfahrplan wegen Sperrung des Kirnitzschtals.

Wandern vom Lichtenhainer Wasserfall auf den Kuhstall

Die Wanderung vom Lichtenhainer Wasserfall auf den Kuhstall gehört zu den beliebtesten Wanderungen im Kirnitzschtal. Einerseits ist die Kuhstallwanderung Teil des bekannten  Malerweges durch die Sächsische Schweiz, andererseits ist sie so unkompliziert und wenig anstrengend, dass den Aufstieg Jeder bewältigen kann. Der Weg steigt moderat an bis hinauf zum Kuhstall, führt durch den Wald über gut ausgebaute Wege. So ist es nicht verwunderlich, dass in der Saison und an Wochenenden sehr viel Betrieb herrscht auf dem Wanderweg - und natürlich auf dem Kuhstall ... .

   
   

   
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