neumannmuehle kirnitzschtal

Die älteste Säge- und Holzschliffmühle im Kirnitzschtal

Das technische Denkmal Neumannmühle bietet dem Besucher einen interessanten Einblick in Geschichte und Funktion der einzigen bis heute weitgehend im Originalzustand erhalten gebliebenen alten Mühle im Kirnitzschtal. Die historische Schauanlage im Kirnitzschtal, direkt am Eingang zum Großen Zschand in der Sächsischen Schweiz gelegen, gehört seit der Eingemeindung von Ottendorf im Jahre 2012 der Großen Kreisstadt Sebnitz und wird liebevoll und mit großem Einsatz vom Verein Schauanlage Neumannmühle e.V. betreut. Vorrangig war die Neumannmühle eine Holzsägemühle, diente später aber auch der Herstellung von Holzschliff für die Papierherstellung. Zu den Jahres-Höhepunkten für die Neumannmühle gehören traditionell das Kirnitzschtalfest, der Deutscher Mühlentag und der Tag des offenen Denkmals. Die Neumannmühle ist erlebbare Technikgeschichte, und ein Ausflug in die Historie der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Leben der Menschen hier im Kirnitzschtal in der hinteren Sächsischen Schweiz.

Bio-Bäckerei und Mahl-Mühle in Schmilka

Schmilka, ein Ortsteil von Bad Schandau und unmittelbar an der Grenze zur Tschechischen Republik gelegen, hat eine neue Attraktion. Nach der offiziellen Eröffnung am 03. September 2012 heißt es zukünftig auch für die Schmilkaer Mühle: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp, klapp ... . Die Schmilkaer Mühle, 1665 am Ilmenbach erbaut, war das erste und somit älteste Gebäude Schmilkas. Nach vielen Jahren des Verfalls, schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellten Mühle und Bäckerei ihren Betrieb ein, wurde die Mühle rekonstruiert und zum Mühlentag am 23. Mai 2007 eingeweiht. Seitdem konnten Besucher die Mühle immer nur an den Pfingstwochenenden zum Mühlentag (Mühlenfest Schmilkaer Mühle) besichtigen und erleben. Nun dreht sich das Mühlrad wieder täglich und die "Schmilk’sche Mühle" ist fortan zu einer weiteren Sehenswürdigkeit für die Besucher des Ortes und den Malerweg geworden, der unmittelbar hier vorbei führt. Aber nicht nur für Mühlen-Freunde gibt es gute Nachrichten, denn auch die Bäckerei ist wieder in Betrieb. Gebacken wird nach alter Tradition in einem altdeutschen Holzbackofen. Die Zutaten der Backwaren stammen zu 100 % aus ökologischem Anbau. Ebenfalls in der Schmilkaer Mühle ist das Ferienhaus Mühlchen zu finden, in dem Gäste in historischem Ambiente übernachten können. Mühle und Bäckerei bieten lebendigen Geschichte und sächsische Technikgeschichte zum Bestaunen und Erleben, lehrreicher und anschaulicher als jeder Geschichtsunterricht es vermag.

Schmalspurbahn Goßdorf-Kohlmühle - Lohsdorf - Hohnstein

Die Schwarzbachbahn war die einzige Schmalspurbahn in der Sächsischen Schweiz und Ergebnis eines viele Jahre langen Ringens der Stadt Hohnstein um eine bessere Verkehrsanbindung. Erste Vorbereitungen wie Vermessung und Projektierung begannen 1892. Die Bauarbeiten der Strecke mit ihren 2 Tunneln (63 bzw. 37 Meter lang) und zahlreichen Brücken dauerten von April 1896 bis zum Frühjahr 1897. Am 30. April 1897 wurde die Strecke der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen feierlich eröffnet und führte mit ihrem Betrieb im allgemeinen Personen-und Güterverkehr ab dem 01. Mai 1897 bis zu ihrer Stilllegung und dem Abbau im Jahre 1951 durch das Schwarzbachtal vom Bahnhof in Goßdorf-Kohlmühle über die Haltestellen Lohsdorf - Unterehrenberg - Oberehrenberg nach Hohnstein. Die Strecke diente hauptsächlich zur An-und Abfuhr von landwirtschaftlichen und kleinindustriellen Produkten, ohne allerdings die hoch gesteckten Erwartungen, welche mit ihrem Bau verbunden waren, zu erfüllen. Denn entgegen den der Planung zugrunde liegenden Hoffnungen blieb eine bedeutende industrielle Besiedlung des Schwarzbachtals aus. Mit der Eröffnung der Burg Hohnstein als größte deutsche Jugendherberge 1926 und der in den 30er Jahren wachsende Nutzung der Schmalspurbahn durch Wanderer und Ausflügler stieg die Bedeutung der Schwarzbachbahn. Trotzdem blieb die Schwarzbachbahn, welche ab 1920 zur Deutschen Reichsbahn gehörte, in die die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen aufgegangenen war, hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurück.

   
   

   
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