felsenburg neurathen

Felsenburg Neurathen auf der Bastei

Die Felsenburg Neurathen ist eine weitere Attraktion für Besucher der Bastei, dem wohl bekanntesten und meistbesuchten Aussichtspunkt in der Sächsischen Schweiz. Denn bei einem Bastei-Ausflug kann man nicht nur den spektakulären Ausblick vom Bastei-Felsen auf das Elbtal und die Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz genießen. Hier, unterhalb der Bastei, führt die Basteibrücke direkt zur Felsenburg Neurathen. Man schlägt also sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe ... . Die Doppelburg, bestehend aus den Burgen Altrathen und Neurathen, zählt zu den größten und ältesten Burganlagen des frühen Mittelalters in der Sächsischen Schweiz. Wann genau die Burg erbaut wurde, dazu gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen.

burgen in der saechsischen schweiz

 

Die Sächsisch-Böhmische Schweiz ist reich an Festungen, Burgen und Schlösser. Das verdankt es auch der Tatsache, dass die Sächsische Schweiz bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zum Königreich Böhmen gehörte. Grenzland also, welches zum Schutz vor Feinden mit Befestigungsanlagen gesichert werden musste. Weit über die Landesgrenzen von Sachsen sind vor allem die Festung Königstein, die Burg Stolpen oder der Neue Wildenstein (Kuhstall) bekannt geworden. Auch wenn von vielen Felsenburgen in der hinteren Sächsischen Schweiz nur noch Reste zu finden sind, so sind auch diese Anlagen noch immer ein Besuch wert.

Burg Stolpen

Egal, aus welcher Richtung man nach Stolpen kommt, immer sieht man die Burg Stolpen hoch über der Stadt tronen. Auf einem Basaltkegel gelegen und zum großen Teil mit dem hier vorhandenen Basalt erbaut, prägt diese mittelalterliche Burganlage die Landschaft. Keine 30 Kilometer von der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden entfernt, liegt Stolpen mit seiner Burganlage am nordwestlichen Rand der Sächsischen Schweiz. Stolpen, zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gehörend, kann auf eine wechselvolle, ca. 800-jahrige Geschichte zurück blicken. Die Burganlage wurde auf der höchsten Erhebung des Stolpener Basalt errichtet. Und das ist das eigentlich interessante an Stadt und Burg Stolpen und machte sie über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. 1546 wurde der Begriff "Basalt" für das zuerst erwähnte Gesteinsvorkommen seiner Art in Europa durch Georgius Agricola in seiner Beschreibung verwendet. Auch der Ortsname "Stolpen“ steht im Zusammenhang mit dem Basalt, ist dem altslawischen Wort Stolp zu verdanken, das sich auf die Stolpner Basaltsäulen bezieht (Quelle: Wikipedia). Auch die Hauptattraktion der Burg in Stolpen ist mit dem Basalt verbunden - der Brunnen der Burg Stolpen ist mit einer Tiefe von 82 Metern der tiefste Basaltbrunnen der Welt.

Das Goßdorfer Raubschloss auf dem Schwarzberg

Auf dem steilen bewaldeten Schwarzberg hoch über dem Tal, in dem der Schwarzbach in die Sebnitz mündet, erhob sich einst eine Burg, bekannt als Goßdorfer Raubschloß. Die Burg ist offensichtlich wesentlich eher erbaut worden als 1372, als sie erstmals urkundliche Erwähnung fand. Wie die Burgen Hohnstein und Wildenstein gehörte auch die Burg auf dem Schwarzberg dem böhmischen Adelsgeschlecht der Berken von der Duba. Zu dieser Zeit verlief im Tal ein wichtiger Handelsweg. Es wird vermutet, dass die Burg der Kontrolle und dem Schutz dieser Handelsstraße, die gleichzeitig auch eine Verbindung zwischen den Hauptburgen Hohnstein und Wildenstein war, gedient haben soll. Aber schon 1443, als die Burg an Sachsen fiel, waren die Gebäude verfallen und wurden, daher wohl auch der Name "Raubschloss", wiederholt von allerlei Raubgesellen als Unterschlupf genutzt. Viel zu sehen ist von der ehemaligen Burganlage heute leider nicht mehr. Statt dessen findet der Wanderer, hat er erst einmal den Aufstieg auf den etwa 50 Meter hohen Berghügel über die nach oben führenden Holztreppen bewältigt, Rudimente der alten Mauer und eine, auf Betreiben des Rittergutsbesitzers von Ulberdorf erbaute, künstliche Ruine. Auf dem sehr schönen überdachten Picknick-Platz gleich neben der Treppe kann man sein Pausenbrot verdrücken und auf einigen dort angebrachten Informationstafeln einiges über die Historie des Goßdorfer Raubschlosses erfahren sowie die Sagen "Die Sage vom Raubschloss", "Die Schatzgräber am Goßdorfer Raubschloß" und "Der Sterndeuter im Goßdorfer Raubschloss" kennen lernen. Ammüsant ist es allemal, diese Sagen über das Goßdorfer Raubschloss zu lesen.

Burg Hohnstein

Hoch über der Stadt Hohnstein in der Sächsischen Schweiz erhebt sich die Burg Hohnstein. Auf einem Sandsteinfelsen, 140 m über dem Polenztal gelegen, ist die Felsenburg  Hohnstein zugleich das Wahrzeichen der Stadt. Als ene böhmische Grenzbefestigung vermutlich schon seit dem 12. Jahrhundert bestehend, fand die Burg erstmalige Erwähnung im Jahre 1333 in einem Lehnbrief Kaiser Ludwigs des Bayern (so verkündet es eine Tafel im Engangsbereich der Burg Hohnstein dem geneigten Besucher). In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten erfüllte die Burg unter verschiedenen Besitzern unterschiedliche Aufgaben. Sie war in ihrer Geschichte Verwaltungssitz, Amtsgericht und Gefängnis, 1924-1933 die größte Jugendherberge Deutschlands, bevor sie in den Jahren 1933-1934 als Schutzhaftlager für  tausende politische Hägtlinge fungierte. Ab 1935 zog hier wieder die Jugend ein, die Burg wurde als Reichs-Jugendherberge und Wehrertüchtigungslager genutzt, bevor hier nach Kriegsausbruch 1939 bis zum Kriegsende Kriegsgefangene untergebracht wurden. Nach dem Krieg fanden hier Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße  sowie dem Sudetenland Unterkunft. Seit 1949 wurde die Burg Hohnstein wieder als Jugendherberge genutzt und war Mahn-und Gedenkstätte für die hier inhaftierten Opfer. Im Jahre 1953 zog das Naturwissenschaftliche Nationalmuseum für Geologie, Botanik, Zoologie und Ökologie in die Räumlichkeiten ein und hat auch heute noch hier seinen Sitz. 1997 wurde die Burg Naturfreundehaus, das vorerst letzte Kapitel in ihrer wechselvollen Geschichte.

   
   

   
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