Das Goßdorfer Raubschloss auf dem Schwarzberg

Auf dem steilen bewaldeten Schwarzberg hoch über dem Tal, in dem der Schwarzbach in die Sebnitz mündet, erhob sich einst eine Burg, bekannt als Goßdorfer Raubschloß. Die Burg ist offensichtlich wesentlich eher erbaut worden als 1372, als sie erstmals urkundliche Erwähnung fand. Wie die Burgen Hohnstein und Wildenstein gehörte auch die Burg auf dem Schwarzberg dem böhmischen Adelsgeschlecht der Berken von der Duba. Zu dieser Zeit verlief im Tal ein wichtiger Handelsweg. Es wird vermutet, dass die Burg der Kontrolle und dem Schutz dieser Handelsstraße, die gleichzeitig auch eine Verbindung zwischen den Hauptburgen Hohnstein und Wildenstein war, gedient haben soll. Aber schon 1443, als die Burg an Sachsen fiel, waren die Gebäude verfallen und wurden, daher wohl auch der Name "Raubschloss", wiederholt von allerlei Raubgesellen als Unterschlupf genutzt. Viel zu sehen ist von der ehemaligen Burganlage heute leider nicht mehr. Statt dessen findet der Wanderer, hat er erst einmal den Aufstieg auf den etwa 50 Meter hohen Berghügel über die nach oben führenden Holztreppen bewältigt, Rudimente der alten Mauer und eine, auf Betreiben des Rittergutsbesitzers von Ulberdorf erbaute, künstliche Ruine. Auf dem sehr schönen überdachten Picknick-Platz gleich neben der Treppe kann man sein Pausenbrot verdrücken und auf einigen dort angebrachten Informationstafeln einiges über die Historie des Goßdorfer Raubschlosses erfahren sowie die Sagen "Die Sage vom Raubschloss", "Die Schatzgräber am Goßdorfer Raubschloß" und "Der Sterndeuter im Goßdorfer Raubschloss" kennen lernen. Ammüsant ist es allemal, diese Sagen über das Goßdorfer Raubschloss zu lesen.

Der Baumbestand hier auf dem Schwarzberg zwischen Goßdorf und Altendorf ist, wie schon eine Tafel am Zugang informiert, sehr alt und am Ende seiner Entwicklung. Das sieht man auch, wenn man auf dem Platteau wandelt und sich umschaut. Über das Platteau führt auch ein Wanderweg weiter nach Goßdorf. Dabei überquert Ihr übrigens den 1. Tunnel der ehemaligen Schwarzbachbahn, die unter dem Bergrücken hindurch von Goßdorf-Kohlmühle nach Hohnstein fuhr.

Goßdorfer Raubschloss

GPS-Koordinaten: 50.94668, 14.184727  (50°56'48.05"N, 14°11'5.02"O)
Kartenansicht

Anfahrt mit Pkw

  • Von der A 17 (Abfahrt Pirna) bzw. von Dresden bis Pirna, hier über Königstein nach Bad Schandau und weiter in Richtung Sebnitz (S 154) bis Altendorf.
  • Von Sebnitz aus in Richtung Bad Schandau (S 154) fahren bis Ortsausgang Altendorf.


Hier habt Ihr die Wahl, Eure Wanderung von Altendorf aus zu beginnen oder weiter zu fahren nach Kohlmühle und von dort aus zu starten.

Parkplätze in Altendorf

Für eine Wanderung von Altendorf aus zum Goßdorfer Raubschloß könnt Ihr auf den Parkplätzen in Altendorf den fahrbaren Untersatz abstellen.

Wanderung von Altendorf zum Goßdorfer Raubschloss

Lauft dann die Straße in Richtung Sebnitz, biegt vor den Blumenladen am Dorfende links in den Mühlenweg (Markierung: roter Strich) ein und folgt diesem. Er führt Euch ins Tal hinunter und stößt dort auf den Weg, der von Kohlmühle kommt. Geht hier rechts hinunter (Markierung: gelber Strich) zur Schutzhütte (dort stand früher die, leider abgebrannte, Buttermilchmühle), überquert die Brücke, lauft durch die Eisenbahnbrücke hindurch und folgt dem Weg noch ca. 100 Meter. Hier ist linkerhand der Zugang zum Goßdorfer Raubschloss. Der Weg von Altendorf zum Goßdorfer Raubschloß und zurück ist anstrengender als der von Kohlmühle aus.


Anfahrt nach Kohlmühle

Wenn Ihr von Kohlmühle aus wandern möchtet, dann biegt aus Richtung Bad Schandau kurz vor Altendorf links (aus Richtung Sebnitz kommend Ortsausgang rechts) in Richtung Rathmannsdorf-Höhe ab. Auf halber Strecke biegt rechts die Straße nach Kohlmühle ab.


Pkw-Parkplatz Kohlmühle

Der Pkw-Parkplatz befindet sich ca. 50 Meter vor dem Bahnübergang der Sebnitztalbahn (Sächsisch-Böhmische Semmeringbahn) auf der rechten Seite. Hier, an der Brücke am Bahnübergang, beginnt Ihr Eure Wanderung zum Goßdorfer Raubschloß (Markierung: gelber Strich). Dieser Wanderweg ist weniger anspruchsvoll als der von Altendorf aus, weil ohne großen Höhenunterschied.

GPS-Koordinaten: 50.94062, 14.165405  (50°56'26.23"N, 14°9'55.46"O)
Kartenansicht

Anreise mit dem Bus

Linie 260:  Bad Schandau - Altendorf - Sebnitz und zurück

Anreise mit der Bahn (Sächsisch-Böhmischen Semmeringbahn - Sebnitztalbahn)

  • Von Dresden aus mit der S-Bahn S1 bis nach Bad Schandau fahren, hier umsteigen ...
  • Von Bad Schandau aus in Richtung Sebnitz, am Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle aussteigen.
  • Von Pirna/Stolpen/Neustadt/Sebnitz aus in Richtung Bad Schandau, am Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle aussteigen.


Bahnhof Kohlmühle
Am Kohlichtgraben 16
01848 Hohnstein

GPS-Koordinaten: 50.941238, 14.164626  (50°56'28.46"N, 14°9'52.65"O)
Kartenansicht


Wandertip:

Der Besuch des Goßdorfer Raubschloßes läßt sich sehr gut in eine Wanderung auf den Spuren der ehemaligen Schwarzbachbahn von Goßdorf-Kohlmühle nach Lohsdorf und zurück einbinden.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Besuch des Goßdorfer Raubschlosses.

 

   
   

   
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