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Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz

Festung Königstein

Sie wurde besungen, militärisch nie angegriffen oder erobert und ist ein bedeutender Besuchermagnet der Sächsischen Schweiz - die Festung Königstein. Die sächsische Feste erhebt sich majestätisch über der zu ihren Füssen liegende Stadt Königstein und bietet, neben viel Geschichte, einen wundervollen Blick über das Elbtal und einen Teil der Sächsischen Schweiz. Die Festung spielte eine nicht unbedeutende Rolle in der sächsischen Geschichte. Nicht unbedingt auf militärischem Gebiet, die Bedeutung liegt an anderer Stelle. Als sicherer Rückzugsort für die sächsischen Herzöge und Kurfürsten in Zeiten des Krieges (wovon es in der sächsischen Geschichte einige gegeben hat) war die Festung genau so wichtig wie seine Rolle als Jagd- und Lustschloss und, denkt man nur an den Miterfinder des europäischen Porzellans Johann Friedrich Böttger, als Staatsgefängnis für wichtige und prominente Gefangene des sächsischen Herrscherhauses, als Kriegsgefangenenlager im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 sowie im ersten und zweiten Weltkrieg. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nutzte die Sowjetarmee die Festung als Lazarett, ab 1949 war hier ein Jugendwerkhof (so wurden in der DDR spezielle Heime für Jugendliche genannt, die als verhaltensgestört bzw. schwer erziehbar galten) untergebracht. Seit dem 29. Mai 1955 ist die Festung Königstein ein militärhistorisches Freilichtmuseum und Aussenstelle des militärhistorischen Museums der Bundeswehr Dresden.

Allerdings möchte ich mich an dieser Stelle nicht allzu sehr über die Geschichte der sächsischen Festung Königstein auslassen. Diese Dinge könnt Ihr auf der gut und interessant gestatalteten Hompage der Festung Königstein und der des sehr rührigen und kompetenten Festungsverein Königstein e.V. selbst nachlesen. Darüber hinaus gibt es noch sehr viele informative Websites im Internet.

Kurz zu den statistischen Angaben der Festung Königstein:

240 Meter über die Elbe erhebt sich das Felsplateau, welches eine Größe von 9,5 Hektar aufweist. Mehr als 50, teilweise 400 Jahre alte, Bauten der Sachsenfeste geben Zeugnis vom zivilen und militärischen Leben in ihren Mauern. Der um die Anlage führende Wallgang der Festung Königstein ist zirka 1.800 Meter lang, hat bis zu 42 Meter hohe Mauern. Auf dem Gelände der Festung befindet sich zudem der tiefste Brunnen des Freistaates Sachsen. Der Brunnen ist 152,50 Meter tief. Nur ein Brunnen in Europa ist tiefer.

GPS-Koordinaten der Festung:  N50° 55.14133 E14° 3.40383 , N50° 55‘ 8.48‘‘ E14° 3‘ 24.23‘‘

Öffnungszeiten Festung Königstein

April bis Oktober: 09:00 - 18:00 Uhr

November bis März: 09:00 - 17:00 Uhr

Die Anreise zur Festung Königstein

Besucher, die mit eigenem Pkw, Motorrad und Wohnmobil anreisen, fahren über die B 172 (Abzweig Festung) an und haben die Möglichkeit, ihren fahrbaren Untersatz im Parkhaus "Königstein am Malerweg" abzustellen. Das Parkhaus ist ganzjährig geöffnet. Parkgebühren für Pkw und Wohnmobilsowie weitere Service-Informationen zum Parkhaus findet Ihr auf der Seite der Touristinformation im Parkhaus Festung Königstein. Motorradfahrer können gebührenfrei parken. Es besteht erfreulicherweise auch das Angebot, ein Schließfach für Helm und Motorradanzug anzumieten.

GPS-Koordinaten des Parkhauses: N50° 55‘ 19‘‘, E14° 2‘ 54‘‘

Für den Weg vom Parkhaus zur Festung und zurück besteht die Möglichkeit, kostenpflichtig mit dem "Festungs-Express" zu fahren, der Fußmarsch zur Festung beträgt ca. 10 Minuten.

Hochseilgarten Globetrotter Kletterwald Königstein

Unmittelbar neben der Einfahrt zum Parkhaus eröffnete im Mai 2012 der Kletterwald Königstein seine Hochseilgarten-Anlage. Wer von Euch Lust hat, der kann den Besuch der Festung Königstein praktischer weise mit einem Klettererlebnis verbinden ...

Anreisende Reisebusse (Parkgebühr 8,00 Euro), Kleinbusse (Parkgebühr 4,00 Euro) und Behindertenfahrzeuge (gebührenfrei) können direkt auf dem Parkplatz an der Festung (hier gibt es eine Schrankenanlage) parken. GPS-Koordinaten des Parkplatzes an der Festung sind: N50° 55‘ 7‘, E14° 13‘ 19‘‘

Anreisende mit einem Schiff der Weissen Flotte steigen in Königstein aus und haben die Möglichkeit, zu Fuss auf die Festung zu wandern oder mit den Bussen des Nationalpark-Express bzw. OVPS zur Festung zu fahren.

Mit dem Linien-Bus der Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH (OVPS) ist die Festung Königstein von Pirna, Bad Schandau oder Königstein aus mit der Buslinie 241 zu erreichen - Busfahrplan hier. Ausstieg ist die Haltestelle "Am Königstein", dann ca. 400 m Fußmarsch bis zur Festung Königstein.

Der Nationalpark-Express (Frank Nuhn - Freizeit und Tourismus) bietet mit seinen Oldtimer-Doppeldeckerbussen ebenfalls von April bis Oktober eine Linie von Königstein Elbe-Freizeitland - Reißiger Platz – Festung Königstein an. Mehr Informationen zu Preisen und Abfahrzeiten gibt es HIER.

Als weitere Möglichkeit, die Stadt Königstein und somit auch die Festung zu erreichen ist die Anreise mit der S-Bahn Dresden, hier speziell die S-Bahn-Linie S1 von Meißen Tribischtal über Dresden, Pirna, Königstein, Bad Schandau nach Schöna. Auf der Homepage gibt es unter anderem auch einen Überblick über Barrierefreie S-Bahnstationen!

Hier zu sehen eine S-Bahn am Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau. Der Bahnhof von Bad Schandau ist übrigens Ausgangspunkt für eine Fahrt mit der Sebnitztalbahn.

Bei Anreise mit dem Fahrrad: Fahrradständer und Gepäckschließfächer sind am Festungseingang vorhanden und können genutzt werden.

Die Festung Königstein hat 2 Kassenbereiche. Ein Kassenbereich ist auf dem Parkplatz an der Festung, gut zu erreichen für Behinderte, deren Parkplätze unmittelbar neben dem Kassengebäude  (in dem es übrigens auch eine behindertengerechte Toilette gibt) eingerichtet wurden. Von hier ist auch ein barrierefreier Zugang zur Festung mit dem Personen-Aufzug rechts neben dem Kassengebäude möglich.

Wer sich den Weg zum Haupteingang sparen möchte hat auch die Möglichkeit, mit dem Panorama-Aufzug auf das Festungsplatteu zu fahren und dabei die Aussicht zu genießen.

Der andere am Hauptzugang, zu erreichen über die Rothe Brücke links neben dem Parkplatz-Gebäude. Vorbei an der Festung zur rechten und den Äußeren Verteidigungsanlagen zur linken  Seite des Weges geht es bergauf zum Haupteingang mit dem Kassenbereich. Wer fotografieren oder filmen möchte, der kann an den Kassen eine Fotoerlaubnis erwerben. Ebenfalls angeboten wird der Verleih eines Audioguides an die Besucher, derzeit in den Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, und Tschechisch. Hilfreich und praktisch nicht nur für ausländische Besucher sondern auch für deutsche Muttersprachler, die die Festung und ihre Sehenswürdigkeiten ohne Führung auf eigene Faust erkunden möchten. Preise für Eintritt und Zusatzangebote findet ihr auf der Homepage der Festung.

Was es auf der Festung alles zu sehen und erleben gibt, das ist bestimmt schon tausendfach gesagt und geschrieben worden. Deshalb möchte ich hier nur meine persönliche Favoriten nennen.

1. Das Brunnenhaus mit dem Festungsbrunnen

Wer oben auf dem Plattau angekommen ist (so er den Fussweg auf die Festung genommen hat) beginnt seinen Besuch zumeist im Brunnenhaus, gleich rechts  neben dem Zugang des Plattaus  gelegen. Es fasziniert mich bei jedem Besuch immer wieder, welche bautechnischen Leistungen in die Festung eingeflossen sind. Der Brunnen der Feste ist ein Meisterwerk der Bergbaukunst, wurde bis auf 152,5 Meter in den Felsen getrieben. Das Brunnenhaus zeigt dem Besucher anschaulich die Arbeiten am Brunnen und spätere Entwicklung der Technik im Brunnenhaus. Wie schon gesagt ist der Festungsbrunnen der tiefste Brunnen Sachsens. und zweittiefste in Europa, nur übertroffen vom Brunnen der Reichsburg Kyffhausen (176 Meter Tiefe).

Dem Besucher wird mittels einer kleinen in den Brunnen gegossenen Menge Wassers vorgeführt, wie lange dieses bis zum Aufschlag auf das im Brunnen angesammelte Grundwasser braucht. Einen kleiner Monitor im Brunnenhaus unterstützt diese Vorführung. Ja, da kann man Sekunden zählen :).

Achtung Rollstuhlfahrer: Leider ist der Zugang zum Brunnen aus bautechnischen Gründen nicht barrierefrei.

2. Neues Zeughaus

Für militärhistorisch interessierte Besucher empfliehlt sich ein Besuch der Räumlichkeiten des "Neues Zeughaus", einer Aussenstelle des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr Dresden. Im Neuen Zeughaus erwartet die Besucher die Ausstellung Festungsbau und Militärgeschichte 1806 - 1945 mit interessanten Ausstellungsstücken, Schauvitrinen und Erläuterungen.

3. Wallgang mit Aussicht ...

Der Wallgang rund um die Festung gehört zweifellos zu den Höhepunkten eines Festungsbesuches - vor allem bei klarer Sicht und Sonnenschein. Der Blick ins Elbtal, den Lilienstein, die Bastei, die Stadt Königstein zu Füssen der Festungsanlage und die in naher und weiter Ferne liegende Berglandschaft des Elbsndsteingebirges bieten eine wahrlich überwältigende Ansicht. Nehmt Euch Zeit, um einen Blick in die Friedrichsburg zu werfen.

Es ist nicht nur ein Platz zum Speisen und Verweilen, von hier aus hat man auch einen sehr guten Blick auf das Elbtal, den Lilienstein und die Stadt Königstein.

Für die Hungrigen unter Euch: auf dem Rundgang, auf einem kleinen Platz gegenüber des Lilienstein, gibt es was zu Futtern. Früher stand an dieser Stelle die bekannte "Blitzeiche", ein alter Baumriese, den ein Blitzeinschlag geteilt hatte und der leider dem Verfall anheim gefallen ist. Es ist nicht nur ein Platz zum Speisen und Verweilen, von hier aus hat man auch einen sehr guten Blick auf  das Elbtal, den Lilienstein und die Stadt Königstein. Auf dem weiteren Rundgang kommt Ihr auch am

4. Altes Zeughaus

vorbei, ebenfalls ein Ort, an dem Ihr historische Militärtechnik, sprich Kanonen, ansehen könnt. Vor Jahren standen vor dem Gebäude die sächsischen "Monatskanonen", benannt nach den Monaten eines Jahres.

Vorbei am Offizierskasino auf der rechten Seite (hier gibt es wieder etwas für den kleinen oder großen Hunger), dem Panorama-Aufzug auf der linken (manche Besucher beenden hier ihre Visite und fahren mit den Fahrstühlen wieder zum Festungsparkplatz hinunter) geht es dem Ende des Wallganges entgegen. Sehenswert hier die Sonnenuhr am Steigerturm und der Blick auf den Zugangsbereich der Festung, über dem eine Batterie Kanonen drohend ihre Rohre zeigen.

Alle Gebäude der Festung zu besuchen und den Wallgang zu begehen, das ist an einem Tag wohl nicht so leicht zu schaffen. Auch in den Gebäuden gibt es noch viel Geschichte zu bewundern, so dass  sich auch bei Regenwetter ein Besuch der Festungsanlage lohnt.

Auf der Festung zu heiraten wird zunehmend beliebt, genau wie die angebotene "Erlebnisgastronomie", eine Reihe von gastronomischen Angeboten des Erlebnisrestaurant "In den Kasematten" (befindet sich in den unterirdischen Gewölben der Festung), die nicht nur satt machen sondern auch sehr unterhaltend sind.

Geocaching-Hinweis!

Wie inzwischen an vielen Stellen im Freistaat Sachsen, so hat auch die Festung Königstein "ihren" Cach. Verbindet Euren Besuch auf der Festung doch einfach mit der Jagd auf den Festungs-Cach! Ich wünsche Euch dabei viel Spaß und natürlich Erfolg :).

Sommertheater, Märkte und Feste sowie Sonderausstellungen und Konzerte bieten den Besuchern ein reichhaltiges Programm. Ein Besuch lohnt sich also zu jeder Jahreszeit.

Ich hoffe, Euer Besuch auf der Festung Königstein wird ein bleibendes Erlebnis und mein Beitrag konnte dabei ein wenig beitragen!

Bilder Festung Königstein

Die Bilder aus dem Beitrag sowie weitere Fotos der Festung Königstein findet Ihr zum Betrachten im Bilderalbum des Sächsische Schweiz Magazin.

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